Was haben die Schmetterlinge mit den neuen SOCIUS-Kitas zu tun?

20.12.2016

Dörte Pasternack de Romero, Leiterin des Bereichs Kindergärten, erklärt, warum Schmetterlinge Maskottchen und Namensgeber für den neuen Bereich Kindergärten sind.

Mit Dörte Pasternack de Romero sprach Christina Cassim.

Auf die Schmetterlinge als Leitmotiv für die SOCIUS-Kitas bin ich bei der Suche nach einem ausdrucksstarken Namen gestoßen. Es gab auch die Überlegung, zum Beispiel Planeten oder Bäume zu wählen … Aber diese Namen waren alle schon zu stark mit einschränkenden Bedeutungen besetzt.

Schmetterlinge sind bunt, es gibt sie in unglaublicher Vielfalt. Am Prozess der Metamorphose lässt sich auch unser Verständnis von Pädagogik zeigen: Es soll nicht so viel „herumgeruckelt“ werden, sondern der Fokus liegt auf dem Ermöglichen einer eigenständigen Entfaltung. Als BetreuerIn hat man zunächst einmal zarte Wesen vor sich und ist behutsam und beobachtend für die Bereitstellung idealer Wachstumsbedingungen zuständig.

SOCIUS geht mit zwei Standorten an den Start, die Kita Feuerfalter in der Chausseestraße in Mitte und die Kita Kleefalter in der Dörpfeldstraße in Berlin Adlershof. Wie sieht es zurzeit an diesen beiden Standorten aus?

Nach dem Abschluss der aufwendigen Genehmigungsverfahren können die Umbauarbeiten in der Dörpfeldstraße im März 2017 endlich beginnen. Die Kita Kleefalter wird dann voraussichtlich am 01. Juni eröffnet.
In den Räume in der Chausseestraße findet derzeit noch eine Zwischennutzung statt: das Spielzimmer Grenzenlos und das Projekt „Fit für die Schule“ für Kinder aus der Notunterkunft Hotel City 54.

Diese Projekte werden sehr gut angenommen und wir hoffen, sie bis Mai 2017 weiterführen zu können. Ab Juni startet dann auch in der Chausseestraße die Bauphase. Die Kita Feuerfalter soll dort am 01. September eröffnet werden. Für beide Kitas kann man sich auch schon anmelden: Alle Informationen und das Anmeldeformular findet man auf unserer Website.

Im letzten Quartal 2018 wird dann in Charlottenburg ein Neubau fertiggestellt, an dem wir bis zu 45 Kinder von 1 – 6 Jahren aufnehmen können. Das wird der vorerst größte SOCIUS-Kindergarten sein.

Was ist das Besondere an den SOCIUS-Kindergärten?

Wir planen kleine Einrichtungen mit überschaubaren, familiären Strukturen. An allen unseren Standorten haben wir viel Platz für die Kinder eingeplant; die Räume sind großzügig und die Quadratmeterzahl pro Kind ist üppig bemessen. Und wir legen viel Wert auf die Zusammensetzung passender Teams von Persönlichkeiten, bei denen Herz und fachliche Kompetenz zusammenkommen: Achtsamkeit, Feinfühligkeit, diplomatisches Geschick, Reflexionsvermögen, lösungsorientiertes Handeln. Getreu der Ansprüche von SOCIUS ist unser Ziel die gelebte Qualität von Bildung und Entfaltung von Kindern.

Insgesamt wird sich unser Konzept an reformpädagogischen Elementen orientieren, ohne dogmatisch zu sein. Von der Waldorfpädagogik entlehnt ist beispielsweise unser Farbkonzept, von Montessori das freie Spiel. Unsere Tagespläne strukturieren wir nach offenen Zeitfenstern, die mit den Bedürfnissen der Kinder mitgehen. Wir folgen der Prämisse einer kindzentrierten Pädagogik, in der sich alle Beteiligten – also natürlich die Kinder, aber auch die Eltern und die MitarbeiterInnen – mit Freude angenommen fühlen.

Du warst bei SOCIUS in den letzten Jahren vorwiegend als pädagogische Fachberaterin tätig, was reizt Dich jetzt am Aufbau der Kindergärten?

Schon lange gab es bei SOCIUS den Wunsch, Bildungspartnerschaft neben dem schulischen Bereich auch im Kindergartenbereich umzusetzen. Als Maria Pfennig mit einem konkreten Projekt an mich herantrat, habe ich sofort zugesagt, die Koordination zu übernehmen. Mit meinem Hintergrund als langjährige Erzieherin sowie Hoch- und Fachschuldozentin ist es für mich eine großartige Aufgabe, meine Erfahrungen in der Praxis zu verwirklichen.

Wir wünschen den Schmetterlingskitas viel Glück bei der Metamorphose! Von der Bauphase und den Eröffnungen werden wir beizeiten auf der Website berichten.

doerteclaudiaVon links nach rechts: Dörte Pasternack de Romero (Bereichsleitung Kindergärten) und Claudia Witte (Verwaltung Kindergärten)

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