Was ist zu tun, wenn ein Kind leidet?

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Von Marie Lemzer und Marita Garcia y Perez

Passend zum Thema des Monats, lud die Schule am Breiten Luch unter der Moderation des Kriseninterventionsdienstes Berlin Hellersdorf/Marzahn zum fachlichen Austausch und Informationstransfer zu allen Fragen des Kinderschutzes.

Lehrer*innen, Erzieher*innen, Fachberater*innen und die Geschäftsführung von SOCIUS erfuhren viel über die Herangehensweise bei Verdacht auf Verletzung des Kindeswohles und Abläufe vor und nach der Meldung einer Kindeswohlgefährdung.

So sollen bei Verdacht einer Kindswohlgefährdung Gespräche mit den Eltern stattfinden, welche von uns protokolliert werden. Wir müssen versuchen, den Eltern hierbei auf Augenhöhe zu begegnen und bei Überforderungen der Erziehungsberechtigten Beratungsstellen für Erziehung aufzeigen. Es ist zunächst unsere Aufgabe, Sorgen und Überforderungen von Eltern wahrzunehmen und zu versuchen, sie mit adäquaten Mitteln zu unterstützen. Erst dann sollte das Jugendamt als Hilfe zur Selbsthilfe für die Eltern aufgezeigt werden. Bei Verdacht von Kindswohlgefährdung braucht das Jugendamt allerdings eine gute Dokumentation.

Wichtigstes Fazit hierzu: Schulen und Kindergärten können durch ausführliche und regelmäßige Meldungen von Beobachtungen das Jugendamt in seiner Arbeit unterstützen.

Bei Eingang einer Meldung einer Kindeswohlgefährdung im Jugendamt, wird zum Beispiel das Krisenteam dann aktiv, wenn die Familie noch nicht beim Jugendamt gemeldet ist, also noch kein Sachbearbeiter zuständig ist und Gefahr in Verzug ist. Sie suchen die Familien auf und schauen sich den Zustand der Wohnung und des Kindes an. Sollten Anhaltspunkte für körperliche Misshandlungen der Kinder vorliegen, werden die Kinder im Kinderschutzzentrum von einem Arzt untersucht und die Misshandlungen dokumentiert.

Wichtigstes Fundament hierbei ist immer der Aufbau von Vertrauen der Eltern zu den Sozialarbeiter*innen. Eltern werden beraten und bekommen verschiedene Hilfen vom Jugendamt angeboten. Das Ziel ist immer eine Rückführung der Kinder in das Elternhaus, da der natürliche Wunsch der meisten Kinder immer ist, bei Mama und Papa zu sein.

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