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Not macht erfinderisch

12.06.2020

Ein Bericht von A. Lein

Die Tage in der Notbetreuung starten immer gleich: Ich bin müde und am liebsten wäre ich noch in meinem warmen Bett – die Kinder sind munter und wollen doch tatsächlich gleich ihre Schulaufgaben machen…

Zwischen 7:30 und 8:15 trudeln die Kids also ein und setzen sich konzentriert an ihre Wochenpläne. In dieser stillen Zeit halte ich mich klischeegetreu an meiner Kaffeetasse fest, um bei Fragen der Kinder auch reagieren zu können.

Nach einer bis anderthalb Stunden ist eigentlich alles geschafft und der Spaß kann beginnen – na ja, die Kinder sollen im Moment nicht mal dieselben Dinge berühren, also mussten wir ganz schön erfinderisch werden, was dazu geführt hat, das sich im Klassenraum mittlerweile ein halber Haushalt befindet. Die Kinder und ich bringen einfach alles von Zuhause mit, worauf wir Lust haben.

Zu den verschiedenen Aktivitäten hören wir gerne Hörspiele, wir haben viele Dinge mit Wolle, Perlen und Steinen gebastelt oder haben uns aus meinen leeren Kaffeedosen ein eigenes Kegelspiel gebaut. Bügelperlen sind natürlich ein Dauerbrenner, genau wie Galgenmännchen.

Wir gehen auch viel raus, aber bevor wir das tun, erzählen wir immer eine gemeinsame Geschichte anhand der Geschichtensteine. Dann wird einmal der ganze Raum desinfiziert und ab nach draußen in unseren Bereich.

Das ist für die Kinder nicht immer schön, denn es ist eng und bietet nicht alle Spielmöglichkeiten. Deshalb weichen wir manchmal auf den Spielplatz aus, der während des Vormittages auch nicht so voll ist. Da wird dann getobt, was das Zeug hält.

Nächste Woche gehen wir dann mal wieder in den Wald und wir besprechen, welche Ideen wir noch so haben, um trotz Notbetreuung eine schöne Zeit miteinander zu haben.

Einrichtung/Schule

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