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Irgendwie Ferien. Mit Seed-Bombs!

14.04.2020

Ein Bericht von Anett Lein

Woche 4, und ich hatte ja schon berichtet, dass wir in den Ferien ins Gebirge fahren wollten. Das fällt bekanntlich ins Wasser und trotzdem versuche ich, etwas Positives in dieser Tatsache zu finden.

Und das ist gar nicht so schwer. Was ich nämlich sehr erholsam finde, ist die Ruhe in meinen E-Mail-Postfächern. Das war mir gar nicht so klar, aber durch Corona konnte man sich gegen die permanente Erreichbarkeit ja kaum noch zur Wehr setzen, nicht einmal die Kinder. Da wird dann am Abendbrottisch nochmal kurz durchgekaut, was Fräulein Knüppelkuh (natürlich ist der Name anonymisiert; Kennern dürfte er aber bekannt vorkommen) wieder für schöne Aufgaben bereitstellt, und der Videochat wäre auch noch zu erledigen. Jetzt in den Ferien kehrt deutlich mehr Ruhe ein, und das ist entspannend.

Ich finde es toll, wie engagiert alle Beteiligten während der – hoffentlich ersten und einzigen – Home-Schooling-Phase waren, und da haben sich alle eben auch ein bisschen Erholung verdient; sowohl die Kinder als auch wir Erwachsenen.

Um noch mehr Urlaubsstimmung aufkommen zu lassen, haben wir jetzt eine „Chill-Zeit“ zu Hause eingeführt, weil das so viel cooler klingt als Mittagsruhe. Dabei wird natürlich nicht geschlafen, aber gekuschelt, und dann erzählen wir uns gegenseitig, was wir im Urlaub gerne machen würden. So entspinnt sich nach und nach eine schöne Fantasiereise. Kein echter Urlaub, aber sogenannte Quality Time. Oder wir schauen uns gemeinsam die Urlaubsalben der letzten Jahre an. Das genießen die Kinder sehr, weil wir Eltern so viel über sie erzählen, an das sie sich gar nicht erinnern … Das zumindest ist durch die Kontaktreduzierung gelungen: als Familie leben wir unsere gemeinsame Zeit wieder intensiver.

Nichts desto trotz geht es irgendwann weiter und der Frühling lädt einen gerade dazu ein, draußen herumzustromern und die Natur zu genießen. Tja, und was soll ich sagen, wie bei all meinen Kolleg*innen ist es auch bei mir: man kriegt uns zwar aus der Schule, aber die Schule bekommt man nicht aus uns raus.

Daher habe ich noch eine kleine Idee, passend zum Frühling. Die Kinder der 3 a durften im letzten Jahr schon mal selbst ordentlich matschen: selbstgemachte Seed-Bombs.

Man benötigt:

  • Heilerde/Tonerde,
  • Blumensamen (am besten schöne Bienenfutterpflanzen),
  • etwas Erde und
  • Wasser.

 

 

 

Alle Zutaten sind auch unter den jetzigen Umständen zu bekommen. Das Ganze wird zu einem schönen Brei vermanscht, so dass ein Teig entsteht. Anschließend formt man ca. 2 cm große Kugeln und legt sie zum Trocknen in die Sonne – so sind sie lange haltbar. Die fertigen Seed-Bombs lassen sich nun beim Spaziergang einfach in die Erde stecken; eventuell nimmt man eine Flasche Wasser zum Gießen mit. Die Heilerde speichert das Wasser, auch wenn es mal längere Zeit nicht regnet, und die Samen können schön keimen.

Mit etwas Glück könnt ihr auf späteren Spaziergängen die Blumenpracht bewundern, und das Schöne ist, ihr habt gleichzeitig was für die Bienen und anderen Insekten getan. Schöne Ferien!

Einrichtung/Schule

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