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Hier wohne ich

09.09.2022

Ein Bericht von N. Böhm

 

Seit einigen Wochen füllt sich die vorschulische Sprachförder-Einrichtung Ritterfalter mit „neuen“ Kindern – das Vorschuljahr 2022 / 2023 hat längst begonnen – uns freut´s!

 

Die Kinder kommen Tag für Tag zu uns die Vorschule am Standort der Brüder-Grimm-Grundschule, um einen umfassenden Wortschatz in ihrer Zweitsprache (zumeist) zu erwerben.

 

Wir Pädagoginnen, Anke und Nicole, wollen allen Kindern der Gruppe einen Wohlfühl-Lernort kreieren. Was die Kinder nicht ahnen ist, dass sie selbst unmittelbare Künstler und Mitgestalter*innen ihrer Lernumgebung sind.

Wir Erwachsenen bieten den Kindern ein Potpourri an Mitmachmöglichkeiten an. Wir lassen die Kinder in der ersten Phase des Tages eine eigene Arbeit (Freiarbeit) wählen. Bestenfalls können wir die Kinder zum Nachahmen und Ausprobieren begeistern. Eine Auswahl an variablen Materialien (Farben, Formen, Spielen, Büchern, Forschertabletts, usw.) stiften Neugierde – so hoffen wir. Und wiederkehrende Rituale, bieten nicht nur den Kindern eine verlässliche Orientierung und schafft zugleich Vertrauen. Zu unseren Ritualen zählen die gemeinsamen Mahlzeiten, der Morgenkreis und mindestens eine Bewegungseinheit.

Vertrauen zu können, schätzen wir Pädagog*innen als Basis für ein erfolgreiches Ankommen und Lernen in einer noch unbekannten Umgebung. Vor allem das nicht zu verstehende Wort in einer Fremdsprache, irritiert die Teilnehmenden zunächst.

 

Die verbleibenden „Lerneinheiten“ (zur Förderung des Spracherwerbs in Deutsch) gestalten wir situativ. Beispielsweise luden wir die Kinder zur Gestaltung eigener Familienpüppchen ein. Auch die Dekoration eines großen Hauses nebst Außengelände, frohlockte die Kinder. Sogar auf dem Bauteppich entstanden im Freispiel Bauwerke und Behausungen, zu welchen die Kinder allerlei zu erzählen wussten.

 

Wer wohnt mit dir in einem Haus? Mit wem spielst du? Und wo steht dein Bett? Wohnt dein Teddy auch in deinem Haus?

 

Immer öfter wollen die Kinder ihre Konstruktionen vorstellen. Sie nutzen neu erlernte Vokabeln und lassen uns einen Einblick in ihre Welt erhaschen. Die gesprochene Sprache ist wunderbar lebendig, sie bietet Chancen sich kreativ einzubringen und den eigenen Gedanken, Wünschen und Träumen Ausdruck zu verschaffen. Mal ist Sprache sehr leise, mal sehr laut. In jedem Fall aber dürfen alle Kinder zu Wort kommen 🙂

 

Wer schmulen möchte, wie sich die Kinder die Themenfelder „Meine Familie und ich“ und „Ich wohne“ bis heute erarbeitet haben, kann sich durch unsere kleine Fotoreihe klicken. Viel Freude!

 

 

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