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Herbstferien an der Jane-Goodall-Grundschule

13.11.2019

Ein Bericht von A. Thiemer

Ganz im Zeichen des neuen Schullogos der Jane-Goodall-Grundschule standen auch die Herbstferien 2019 unter dem Motto „Wir bleiben neugierig!“, und das Forschen, Beobachten und Entdecken konnte beginnen.


1. Ferienwoche

Aufregend begann die erste Ferienwoche bei uns in der Jane-Goodall – der Sand aus den Buddelkästen wurde ausgetauscht. Mit kleinem Gerät und verschiedenen Fahrzeugen gruben
Bauarbeiter in unseren Sandkästen, fuhren mit kleinem Bagger flink hin und her und füllten am Ende der Woche alles wieder auf. Die ein oder andere pädagogische Fachkraft durfte sogar mal Probefahren. Staunend beobachtet wurde das Treiben auf dem Hof von allen Anwesenden, und den spannenden Fragen, die sich daraus ergaben, konnte gleich gemeinsam nachgegangen werden.

 

Auch das Obst der Saison, der Apfel, gab uns einige Rätsel auf:

In einem kleinen Apfel da
sieht es niedlich aus;
es sind darin fünf Stübchen,
gerad wie in einem Haus.

Und weil ein Apfel so niedlich aussehen kann, haben wir die Kinder dazu eingeladen, mit Hilfe von Obst und Gemüse die unterschiedlichsten Bilder zu drucken. Erst zaghaft auf Papier, dann mit Übung auch auf Stoffbeutel. Zauberhafte Druckkünste entstanden. Ungeahnte gestalterische Fähigkeiten seitens der Kinder entpuppten sich aus den unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten, welche sie zugleich neu und auf andere Art und Weise entdeckten.

 

Weiter ging es mit dem Experimentieren: Wir stellten aus Pappe eine Skisprungschanze her. Die Idee entstand aus dem Bedürfnis der Kinder, mit Legofiguren und dem Handboard zu spielen, welches sein einiger Zeit bei vielen von großem Interesse ist. Alle stellten sich dabei einer schwierigen Herausforderung, nämlich der, Skier und eine entsprechende Schanze aus Lego oder anderen Materialien zu gestalten. Als der geglückte Versuch schließlich gelang, war die Begeisterung und Freude umso größer, so dass das Wettweitspringen als krönender Abschluss doch noch stattfinden konnte. Mit Maßbändern und SchiedsrichterInnen wurde das Schanzenturnier akribisch verfolgt.

Spannende Projekte zur Feinmotorik boten vor allem die Angebote „Hair wraps“ und „Mosaikbilder“. Bei letzterem klebten und legten die Kinder eifrig aus getrockneten Hülsenfrüchten die verschiedensten Muster. Dazu wurden auf ein Stück Pappe, Kürbisse, Blätter, Tiere und Mandalas zunächst einmal vorgezeichnet, um anschließend verschieden farbige Bohnen, Linsen und Erbsen mit Leim entsprechend der Form aufzukleben. Daraus entstanden schöne, bunte und fantasievolle Motive. Die Kinder bewiesen viel Geduld und hatten unheimlich viel Freude beim individuellen Gestalten ihrer Mosaikbilder.

 

Ebenso filigran entstanden handgemachte Haarsträhnen, umwickelt von verschiedenfarbigen Stickgarnen. Hierbei unterstützten vor allem die älteren die jüngeren Kinder, so dass am Ende der Ferien fast alle, sowohl Jungen als auch Mädchen, mit farbenfrohem Haarschmuck die Vielfalt des Herbstes widerspiegelten.

 

Neben den festen Angeboten wie z.B. der Zubereitung von Stockbrot über dem Feuer konnten die Kinder in ihren Ferien bei uns im Ganztag sporteln, basteln, spielen, chillen, werkeln, buddeln, klettern, lesen und vieles mehr. Hierzu gibt es unten in unserer Bildergalerie weitere Ansichten.


2. Ferienwoche

Die zweite Ferienwoche starte gleich zu Beginn mit einer ebenfalls spannenden Forscherfrage: Was kann man eigentlich mit einer Hand voll Steinen alles anstellen? Dieser Frage sind wir ganz neugierig nachgegangen und haben uns mit alten Steinspielen beschäftigt.

Viele Kinder haben vorher schon fleißig Steine gesammelt und sie mit in die Schule gebracht. Diese nutzten wir, um mit ihnen gemeinsam die historischen Spiele „Quadrate besetzen“ und „Steine Dart“ auszuprobieren. Wie wir gemeinsam feststellten, funktionierte dies ganz hervorragend. Auch das Spiel „Rixiwatali“ aus dem frühen Neu-Mexiko war besonders beliebt bei allen Beteiligten. Zielsicherheit und das Abschätzen von Entfernungen wurde beobachtet und erprobt mit der abschließenden Erkenntnis, dass alte Steinspiele heute immer noch großen Spaß machen!

Ein ganz besonderes Highlight in der zweiten Ferienwoche, bei dem das Wort „Entdeckertour“ großgeschrieben wurde, stellte der Wald- und der Schwimmausflug dar:

Man sagt, dass die Mehrzahl aller Kinder auf dieser Welt eine entwicklungsbedingt große Affinität zum Element Wasser hat. Man sagt darüber hinaus, dass es in der Jane-Goodall-Grundschule stets eine Vielzahl von Kindern gibt, die diese Theorie regelmäßig und mit voller Begeisterung in den Ferien unter Beweis stellen. So zogen wir am 16.10. einmal mehr los zu unserem mittlerweile regelmäßigen Ferienritual „Schwimmausflug“.

13 Kinder, darunter viele unserer Erstis unter tapferer Begleitung von Frau Giese und Herrn Rohrlach, tauchten ein in die Fluten des Kreuzberger Spreewaldbades. Trotz des diesmal erstaunlich vollen Schwimmbades und einer erstmalig nur begrenzten Wasserzeit von 90 Minuten hatten wir eine tolle Zeit im Wasser, schwammen und tauchten wild um die Wette und kämpften gegen ein meterhohes Wellenmonster.

Nachdem Haut und Haare dann vollständig durchnässt und wir alle schon ziemlich fertig mit dem Thema Wasser waren, regnete es auf dem Rückweg zur Schule unablässig. Nass aber glücklich sind wir wieder in der Schule angekommen und freuen uns schon auf das nächste „Abenteuer Wasser“.

Ganz in einem anderen Licht beschien uns der Waldausflug in güldener Herbstsonne durch den Nebelschwadenwald:

In etwa dieser Stimmung machten sich 13 Kinder unter gut eingepackter Begleitung von Frau Hoffmann und Herrn Rohrlach auf den Weg zum traditionellen Ferien-Waldausflug. Diesmal zog es uns nicht zu den Hirschen in den Hirschgarten, nein, dieses Mal folgten wir dem Ruf des Rohrlach und stapften in Richtung Wuhlheide.

Nach einem langen Marsch Richtung S-Bahnhof Ostkreuz und einer kurzen Strecke vom S-Bahnhof
Wuhlheide bis zu unserem „Meeting Point“ durchströmte Waldluft unsere Stadtlungen. Alle Beteiligten schmissen ihre Rucksäcke auf den herbstlich kühlen Waldboden und stromerten sogleich von Baum zu Borke, von Pilz zu Moos und wieder zurück. Wir entdeckten Hasen, Käfer, Greifvögel, Wildschwein– und Rehspuren. Zwei Kinder wollten einen weißen Hirsch gesehen haben – das allerdings war wohl eher ein mystisches Täuschungsmanöver der Waldgeister in der Wuhlheide. So beendeten wir den Tag unter dem Motto „Nach dem Wald ist vor dem Wald!“.

Am letzten Ferientag war die Aufregung groß, denn LUNA, unser Caterer, brachte 120 Würstchen zum Grillen mit. Wir nutzen den letzten Tag in den Herbstferien, um beim Mittagessen gemeinsam die Erlebnisse der Ferien Revue passieren zu lassen. Aus dem Schulgarten ernteten die Kinder eifrig die letzten Zucchini und Kürbisse und bereiteten sie für den Grill zu. Es war ein Festessen für alle und ein wunderschöner Ferienabschluss.

 

In unserer Bildergalerie gibt es weitere Impressionen. Sie öffnet sich mit einem Klick auf ein beliebiges Bild:

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