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ECHT STARK!

01.05.2017

Eine Ausstellungsankündigung von Annett Freudiger

ECHT STARK!
Die Interaktive Wanderausstellung von Strohhalm e.V. zur Prävention von sexuellem Missbrauch – ein Angebot für die Kinder und PädagogInnen aller Bildungspartner-Kooperationsschulen

 

Überfälle durch Fremde machen zwar häufig Schlagzeilen, aber in ca. 75 Prozent der Fälle von sexualisierter Gewalt gegen Kinder sind die Täter Menschen, die den Kindern bekannt, oft sogar vertraut sind, wie die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes auf ihrer Website mitteilt.

Am häufigsten betroffen sind Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Eine präventive Erziehungshaltung – in der Familie wie in pädagogischen Einrichtungen – ist ein wesentlicher Schritt zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch. Kinder brauchen dort Alltagserfahrungen und Gespräche, in denen  Präventionsthemen wie Gefühle, Geheimnisse, körperliche Selbstbestimmung etc. zum Ausdruck kommen.

 

 

 

 

Hier setzt die interaktive Wanderausstellung „Echt stark“ von Strohhalm e.V.an, die als Angebot von den Bildungspartnern für alle OPTIMUS- und SOCIUS-Kooperationsschulen im Zeitraum vom 29.05. bis 19.07.17 in den Räumlichkeiten der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule im Fritz-Wachsner-Saal zu sehen sein wird.

Die Kinder der 1. – 3. Klassen mit ihren begleitenden PädagogInnen erhalten hierbei die Möglichkeit, sich spielerisch und interaktiv an verschiedenen Stationen mit den relevanten Botschaften zur Prävention von sexuellem Missbrauch auseinanderzusetzen.

Die Kinderschutz-Teamverantwortlichen der WvH-Gemeinschaftsschule, Marieke Hansen und Jörg Zander, werden während dieser Zeit als  AnsprechpartnerInnen vor Ort zur Verfügung stehen.

Vorbereitend fand bereits am 06.03.17 im Fritz-Wachsner-Saal ein Elternabend zu diesem Thema statt. Eine vierstündige Fortbildung für je zwei pädagogische Fachkräfte jeder Schule, die dann in ihrer Funktion als MultiplikatorInnen innerhalb ihrer Schulteams die Fortbildungsinhalte weitervermitteln, wird Ende Mai vom Anbieter Strohhalm e.V. durchgeführt.


Nachfolgend eine kleine Auswahl an Materialien bzw. Büchern, um die Kinder auf die Ausstellungsinhalte pädagogisch vorzubereiten:

 

„Wir sind echt Klasse!“, Präventionsbüro PETZE (Hrsg.), 2017

Ziel des vorliegenden Buches ist es, PädagogInnen Material vorzustellen, mit denen sie das Selbstbewusstsein bei Mädchen und Jungen fördern, deren Handlungsspielräume vergrößern und sie darin bestärken können, gute und schlechte Gefühle bewusst wahrzunehmen und sich Hilfe zu holen, wenn sie aus einer schlimmen Situation nicht allein herausfinden.

Kinder, die ein selbstbewusstes „JA“ zu sich und ihrem Körper sagen können, fällt es leichter, mit einem klaren „NEIN“ Grenzen zu setzen. Zahlreiche Kopiervorlagen, Lieder, Texte und Spielideen vertiefen die Präventionsziele.

 

 

 

 

„Ein ganz besonderes Kind“, Strohhalm e.V. (Hrsg.), Berlin 2007

Dieses Arbeits- und Malheft zielt auf die Förderung des Selbstwertgefühls von Mädchen und Jungen. Ein ausgeprägtes Bewusstsein von der eigenen Bedeutung und Einzigartigkeit bietet Kindern einen wichtigen Schutz vor sexueller Gewalt.

Von Seite zu Seite finden sie mehr heraus über ihre Vorlieben, ihren Geschmack, ihre Gefühle und ihre inneren Stärken. Sie erfahren, dass Kinder Respekt verdienen, dass sie von ihren Eltern nicht geschlagen werden dürfen — und auch, warum. Ein spannender Geheimnistest zeigt ihnen, ob sie den schwierigen Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen schon beherrschen, und ein Gefühlsexperiment hilft dabei, die eigenen Gefühle deutlich auszudrücken.

Die Mädchen und Jungen begeben sich mit diesem Heft auf eine Entdeckungsreise und finden ein ganz besonderes Kind – nämlich sich selbst.

 


Hier noch ein paar Tipps aus der Fachbibliothek, empfohlen von Gérard Leitz:

 

„Das große und das kleine Nein“, Gisela Braun Dorothee Wolters, Verlag an der Ruhr, 1991

„Wir Kinder haben’s manchmal ganz schön schwer mit den Erwachsenen! Sie fragen, ob sie irgendetwas dürfen, du sagst höflich und leise NEIN! und was passiert? Sie hören gar nicht hin und machen es trotzdem. Da musst du schon mal deutlich werden. Ich war sogar richtig laut und das hat prima geklappt.“

Die Geschichte vom großen und kleinen NEIN soll Kinder ermutigen, Gefühle und Bedürfnisse mit Selbstbewusstsein zu vertreten.

 

 

Die 50 besten Spiele zu den Kinderrechten
von Rosemarie Portmann aus dem Don Bosco Verlag

Die Reihe „Die 50 besten Spiele…“ des Don Bosco-Verlags ist unverzichtbar im pädagogischen Alltag. In dieser Ausgabe gibt es neben Spielen zu den Rechten der Kinder auch Spiele nicht nur zu allgemeinen Kinderrechten. Im Themenbereich „Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung“ bzw. „Kinder haben das Recht, dass ihr Privatleben und ihre Würde geachtet werden“ findet man/frau Spiele wie „Fass mich nicht an!“ oder „Halt! Keine Gewalt!“, die eine gute Einleitung sind, das Thema aufzugreifen.

 

 

 

 

 

Der NEINrich von Edith Schreiber-Wicke, erschienen im Thienemann-Verlag

Wenn die Kindheit schon eine Weile zurückliegt, hat man womöglich vergessen, wie schwer es war, das Neinsagen zu lernen. Um diese wichtige Fertigkeit geht es in dem Bilderbuch Der Neinrich. Wenn z.B. Tante Karin dem kleinen Leo mit ihrem klebrigen Stift einen dicken Kuss auf die Wange drückt. Oder wenn ein Wildfremder ihm Gummibärchen oder sogar zuckerfreie Kaugummis anbietet. Die „Sag NEIN-Wenn-Liste“ ist lang!

Mit alltäglichen und bestbekannten Beispielen lernt Leo von dem kleinen NEINrich, wie man klar und deutlich NEIN sagen darf oder MUSS und wo es eben auch nicht angebracht ist, z.B. beim Händewaschen.

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