KITA FREU(n)DE

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Ein Bericht von Christian Diller

 

Anfang März kam es zu einer Premiere: Zum ersten Mal besuchte eine KITA die Keramikwerkstatt.

Und zwar alle – von den kleinen Zweijährigen bis zu den Sechsjährigen, die bald in die Schule kommen. Aufgeteilt in drei Gruppen funktionierte das ganz wunderbar: den Anfang machten die Jüngsten für 45 Minuten, danach die Drei- bis Vierjährigen – die hatten schon eine ganze Stunde Zeit.

Zum Schluss widmeten sich die Ältesten für eineinhalb Stunden der großen Aufgabe, einen kleinen Elefanten zu modellieren.

Die Kinder besuchten die Werkstatt an zwei Tagen. Als die Jüngsten am Montag Morgen kamen, stellten wir erst einmal fest, das auch mit dem höchsten Stuhl die Werkbänke noch in unerreichbarer Ferne liegen. Also haben wir kurzerhand die Kissen auf den Boden im Kreis ausgelegt und einfach den Fussboden, das Kissen (oder auch mal die eigene Hose) als Arbeitsfläche benutzt.

Zuerst einmal haben wir den Ton als Material erkundet: zunächst vorsichtig anfassen, daran riechen, dann vorsichtig drücken, auch mal doller patschen, rein pieksen, rollen, auseinander ziehen und wieder zusammen kneten. Es ging nicht darum, etwas zu erschaffen.

 

Das Material selbst war eine ganz neue Erfahrung.

Wir alle hatten ordentlich Spaß!

 

Die nächste Gruppe zog ohne Probleme an die Tische um und sah sich schon größeren Herausforderungen gegenüber: zuerst ein eckiges Stückchen Ton zu einer glatten Kugel machen und daraus dann eine Schale formen. Das muss man erst einmal schaffen. Aber die Kinder waren so geschickt, dass wir viel schneller fertig waren, als gedacht. So blieb noch Zeit für aufwendige Verzierungen oder eine weitere kleine Schale.

Auch die Ältesten fanden sich schnell ein in das neue Material. Sie gingen einen Schritt weiter, als die Jüngeren zuvor. Jetzt wissen sie, wie aus einer Ton-Kugel und einem kleinen Ton-Dreieck wie von Zauberhand Körper und Beine und schließlich Kopf eines kleinen Elefanten werden. Nicht ganz einfach, aber mit vereinten Kräften kann man alles schaffen.

Damit war der erste Tag schon vorbei. Die Werke mussten trocknen und einmal gebrannt werden. Am Freitag standen dann lauter kleine HandwerkerInnen vor mir und waren gespannt auf den nächsten Schritt. Also ging es mit Glasuren, Fingern und Pinseln daran, die entstandenen Werke zu bemalen. Möglichst fröhlich, bunt und glänzend – wie die Fotos beweisen. Damit jeder etwas mitnehmen kann, gab es für die Jüngsten kleine Schalen, die sie bemalen konnten.

 

Ich hatte alle Kinder schon längst ins Herz geschlossen, so sehr haben sie die Werkstatt belebt und zum Leuchten gebracht. 🙂 Umso größer war meine Freude, als eine Woche später zum Abholtermin, nicht wie vermutet der Erzieher, sondern die ganze Mannschaft versammelt vor der Tür stand. So ging eine gelungene Premiere mit Lachen und fröhlichen Rufen zu Ende. Den nächste Besuch hat die KITA Freude bereits fest eingeplant. Dann kommen wieder alle mit.

 

 

 

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