Auf Flugenten durch die Elbtalaue

27.08.2015

Ein Bericht von Gérard Leitz

1508_Sommerreise_04Weil es so schön ist, fuhren wir dieses Jahr zum zweiten Mal ins Naturparadies Elbtalaue. Hier gibt es so viel zu entdecken, dass auch Kinder, die das Gelände schon kannten, ihren Spaß hatten und ihren Horizont, im wahrsten Sinne des Wortes, erweitern konnten. Wie immer lautete unser Motto „Raus aus der Stadt“, aber es ging auch mal in die Stadt.

1508_Sommerreise_02Wegen des schlechten Wetters verbrachten wir anfangs die Zeit mit Basteleien, Indoor-Spielen, Bücher lesen und dem Schauen von interessanten Dinosaurier-Dokumentationen. Ganz nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!“ oder „Wir sind doch nicht aus Zucker!“ zogen sich viele Kinder und ErzieherInnen einfach die Regenjacken über, starteten auf Entdeckungstour und wir besuchten die schöne Burg Lenzen. Dort konnten die Kinder vieles über die Tiere und Pflanzen der Umgebung lernen und sich über die mehr als tausendjährige Geschichte dieses malerischen brandenburgischen Städtchens informieren.

1508_Sommerreise_01Auf der Burg hatte man natürlich einen schönen Blick, und die Kinder konnten auf einer Flugente virtuell über die sagenhafte Landschaft gleiten. Der Weg zur Burg ging vorbei am „stumpfen Turm“ mit seiner gruseligen Geschichte, dem mittelalterlichen Stadtgraben, dem alten Küsterhaus und dem Rathaus mit der lustigen Uhr mit nur einem Zeiger. Auch der Besuch der Sankt-Katharinen-Kirche mit einem Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert stand auf dem Programm. Eine unserer ErzieherInnen, Frau Hennig, durfte passenderweise „Alle meine Entchen“ auf der Orgel spielen.

1508_Sommerreise_05Nachdem das Wetter immer besser wurde, sammelten wir Äste und Zweige, um mit Hämmern und Nägeln kleine Flöße zu bauen. Bei strahlend blauem Himmel trugen wir unsere zum Teil doch recht großen Flöße per Fuß 4 Kilometer weit zum Elbufer. Belohnt für den weiten Weg wurden die Kinder mit einem Besuch auf dem ehemaligen Grenz-Wachturm mit einem – man/frau glaube es kaum – kostenlosen Fernrohr, mit dem sie einen traumhaften Blick über die in der Sonne strahlende Kleinstadt und die Umgebung hatten. Mit der Fähre setzten wir dann über auf die niedersächsische Seite, wo wir uns barfuß am Elbufer abkühlen konnten.

1508_Sommerreise_03Durch die vielen Aktivitäten vergingen die Tage wie im Flug. Tagsüber wurden Traumfänger kreiert, Perlentiere gebastelt, am Badesee geplanscht, Tiere erforscht und Miniaturgehege gebaut. Abends vergnügten wir uns mit einer Party, bei Lagerfeuer mit Stockbrot und Gute-Nacht-Geschichten. Zum Abschluss der Reise veranstalteten wir eine zauberhafte Nachtwanderung. Zauberhaft deshalb, weil links und rechts am Wegesrand tausende von Glühwürmchen märchenhaft den Weg säumten.

Wir freuen uns schon auf die nächste Reise, und die Kinder sicher auch …

Und nun viel Spaß beim Stöbern in unserer Bildergalerie!

 

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